Design.Wissen.Diskurs. Sustainable Products
- 05.05.2026
- 18:00 - 20:00 h
- Zoom
Im nächsten Design.Wissen.Diskurs. stellen Theo Röder und Sari Dahle ihre Masterarbeiten vor. Beide betrachten Produktnachhaltigkeit aus komplementären Perspektiven: Offen und reparierbar auf der einen Seite, systemisch und zirkulär auf der anderen.
Nachhaltigkeit im Produktdesign lässt sich aus verschiedensten Richtungen denken – technisch, systemisch, wirtschaftlich... Der nächste Design.Wissen.Diskurs. am 5. Mai 2026 gibt Einblick in zwei Masterarbeiten, die unterschiedliche Fokusbereiche wählen und dabei zeigen, wie Produktnachhaltigkeit in der Praxis aussieht:
Fair Cut – ein Barttrimmer als Open Source Hardware
Theo Röder (Engineering Design M.A., Magdeburg) kennt das Problem aus eigener Erfahrung: Ein Barttrimmer gibt auf, obwohl die meisten Teile noch einwandfrei funktionieren. Statt das Gerät wegzuwerfen, hat er es zum Ausgangspunkt seiner Masterarbeit gemacht. Fair Cut ist ein vollständig offener Barttrimmer – eigenständig aus Standardkomponenten herstellbar, reparierbar und als Open Source Hardware öffentlich zugänglich dokumentiert. Die Arbeit gibt einen Eindruck einer Utopie, in der Produkte durch den Kunden selbstständig auf spielerische Art und Weise instand gehalten werden können.
CuRe – Redesign for Circularity – eine kreislauffähige Unterarmgehstütze
Sari Dahle (Product Design M.A., HAWK Hildesheim) stellt in ihrer Arbeit CuRe eine einfache Frage: Warum wird eine Unterarmgehstütze nach einer Nutzungsdauer von nur wenigen Wochen entsorgt, obwohl das Produkt zahlreiche weitere Kreisläufe durchlaufen könnte? Ihr Masterprojekt entwirft nicht nur ein Produkt, das Wartung, Reparatur, Demontage und Wertstoffrecycling ermöglicht, sondern entwickelt dazu ein kreislauffähiges Geschäftsmodell. So entsteht ein Produkt, das auf den Anforderungen eines zirkulären Geschäftsmodells beruht und auch nach seinem Produktlebensende sortenrein recycelt werden kann.
Beide Arbeiten nähern sich Nachhaltigkeit aus einer anderen Perspektive: die eine mit Fokus auf die technische Produktentwicklung, die andere mit Fokus auf konzeptionelle und systemische Ebene. Gemeinsam laden sie dazu ein, über die unterschiedlichen Hebel und Maßstäbe nachhaltigen Designs nachzudenken.
Wir freuen uns auf den Austausch!
Nach einer verbindlichen Anmeldung via Eventbrite (Link unten) erhaltet Ihr die Zugangsdaten zu dem Online-Event des VDID.
Impressionen zur Veranstaltung
Jetzt Mitglied im VDID werden!
Unabhängig vom breiten Leistungsspektrum für seine Mitglieder, bietet der VDID eine Plattform für den berufsspezifischen Austausch mit kompetenten Kolleginnen und Kollegen. Die Kontakte und die Zusammenarbeit mit Ministerien der Wirtschaft und der Kultur sowie Design-Kooperationen auf regionaler und überregionaler Ebene sind wichtige Stützen des Verbandes.
Nahezu 400 IndustriedesignerInnen haben sich für eine Mitgliedschaft im VDID entschlossen. Und das hat gute Gründe. Werde auch Du Teil unseres Netzwerks!
Mitglied werden