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VDID Veranstaltung Kongress

VDID Focus.On.Transformation.

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  • 10. - 12.06.2022
  • digital

Im Rahmen des New European Bauhaus Festivals 2022 hat der VDID als Partner mit einem Side Event an drei Tagen und vier Standorten unter dem Motto VDID Focus.On.Transformation. aktiv die Initiative ergriffen und die zukünftigen Herausforderungen und die Verantwortung des Designs aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und diskutiert.

Den Start machte der VDID mit einer hybriden Veranstaltung an der FH Dortmund, vernetzt mit der TU und Universität der Künste in Berlin. Linda Schmidt, VDID Präsidentin und Christian Schröder, TU Berlin, sowie Daniel Hamburg, FH Dortmund, eröffneten am 10.6.22 um 16 die Veranstaltung. Zugeschaltet aus dem Brüsseler Bitkom EU Büro hat Sabrina Caroli den Teilnehmenden die NEB Initiative nochmals erläutert. Im folgenden ersten Block stellten Dr. Kim Lauenroth, Thomas Schmidt und Felix Ansmann verschiedene Perspektiven des Umgangs mit Material dar.

Es wurden dann disziplinübergreifend unter dem Motto Tomorrow means now! Sustainable & digital material aktuelle Projekte von Lehrenden und Studierenden an den verschiedenen Standorten vorgestellt. Im zweiten Panel präsentierte Dr. Sabine Huschka das Drittmittelprojekt der UdK Berlin "InKüLe - Innovationen für die Künstlerische Lehre“, gefolgt von Dennis Schwarze, Masterstudentin der FH Dortmund, die von ihren Erfahrungen aus den letzten Jahren der Online-Lehre berichtete. Den Abschluss bildete Robert Schnüll von der UdK Berlin mit der Vorstellung des Projekts „open sourcing a university“. Auslöser für die Projektarbeit war der desolate Zustand der digitalen Infrastruktur der Universität zu Beginn der Coronapandemie.

Spätestens mit dem Vortrag von Prof. Gabriele Kunau und Linda Schmidt zu Verantwortung im Wandel sind die zukünftigen Aufgaben der Kreativen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit deutlich geworden. Für das Industriedesign hat VDID Mitglied Frank Detering durch Vorstellung eines von ihm gestalteten Medizinproduktes für den OP-Bereich aufgezeigt, welche Potenziale für eine ressourcensparende Zukunft in einer guten Gestaltung liegen.

Am Samstag, 11.6.22, ging es dann mit einem hybriden Workshop an der Hochschule RheinMain zum Thema Visions for Public Mobility weiter – in einem sechsstündigen Hackathon wurden zwei nachhaltige Visionen für zukünftige Mobilitätsservices entwickelt. In zwei Projektgruppen haben die VDID Mitglieder „Dennis“ Wolfgang Baier und Julian Schwarze mit Studierenden und Alexander Forst von Canyon Bicycles die Wertigkeit von zukünftigen Mobilitätsangeboten entwickelt. Bestehende Statussymboliken sollen durch eine geänderte digitale Nachhaltigkeitswertedarstellung, gepaart mit neuen Mobilitätssystemen, nachhaltigeres Verhalten ermöglichen und neu bewerten.

Nahtlos ging es dann ab 18.00 mit dem vom VDIDlab organisierten hybriden Symposium Rethinking Products - overcoming obsolescence zu den Themenfeldern Kreislaufwirtschaft und Produktentwicklung an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle weiter. Conrad Dorer vom Umweltbundesamt stellte in seinem Impulsvortrag nicht nur den Tätigkeitsbereich des Umweltbundesamtes mit Sitz in Dessau vor. Er machte auch deutlich, dass die Verantwortung des Designs auch im Bundesumweltamt gesehen und konstruktives Engagement der Designenden gewünscht ist. In den nächsten Monaten werden deutliche Verschärfungen in Regularien zu einzelnen Produktgruppen auf die Wirtschaftspartner der Designenden zukommen. Designer:innen und der VDID können sich auf der Webseite des Umweltbundesamtes hierzu informieren, um sich auf die kommenden Änderungen vorzubereiten und ihre Auftraggeber:innen entsprechend beraten zu können. Ursula Tischner, Gründerin und Geschäftsführerin von econcept, Köln, wurde noch konkreter in ihrem Impulsvortrag. Sie stellte verschiedene Möglichkeiten vor, wie Designer:innen aktiv in ihrem kreativen Schaffen Obsoleszenz unterbinden und selbstbewusst durch Kompetenz in nachhaltige Gestaltung Auftraggeber und Wirtschaftspartner von der Investition in nachhaltige Produkte überzeugen können. Vielen Dank an Ursula Tischner und Conrad Dorer, die durch ihre Vorträge notwendige Impulse für den am Sonntag stattfindenden Workshop an der Burg Giebichenstein gegeben haben.

Am Sonntag, 12.6.2022,  startete nach einem gemeinsamen Frühstück mit erstem Gedankenaustausch zum Thema Obsoleszenz und zirkuläre Ansätze im Produktdesign der Ideation Workshop des VDIDlab in den Räumen der Burg Giebichenstein. In gemeinsamen iterativen Gedankenphasen wurden drei Konzepte entwickelt, die Obsoleszenz offenlegen sollen und Impulse für alternative Systemlösung geben.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Sponsoren, Mitgliedern, Mit-Organisator:innen und Partnern Miele, FH Dortmund, TU Berlin, UdK Berlin und Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Hochschule RheinMain und Bitkom, die sich für die Teilnahme am NEB Festival eingesetzt haben und mit tollen Angeboten dem Aufruf der Europäischen Kommission gefolgt sind.

Dank gilt auch den Mitgliedern Hélène Fontaine, Marianne Sellmaier, Magdalena Schmitz, János Adelsberger, Marvin Kasper, Bianca Koch, "Dennis" Wolfgang Baier, Julian Schwarze, Jutta Ochsner aus der VDID Geschäftsstelle und dem VDID Präsidium Linda Schmidt, Frederike Kintscher-Schmidt und Martin Schmidt.

Nach vielen Gesprächen und mit neuen Kontakten gehen wir inspiriert mit neuen Impulsen und Anregungen für zukünftige Projekte aus diesem Wochenende.

 

Impressionen zur Veranstaltung

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