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Veranstaltungs-Empfehlung Vortrag

Talk im Alten Schloss - Mit Design Gesellschaft gestalten

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  • 16.03.2022
  • 18 bzw. 19 h
  • Landesmuseum Württemberg im Alten Schloss und online

Stuttgart. Am 16.3.2022 fand, nach einer optionalen Führung durch die Studio-Ausstellung „GeschmacksSache. Vorbildliches Design um 1900“, ein Talk mit Prof. Dr. Friedrich von Borries, Architekt und Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, und Dr. Irmgard Müsch, Landesmuseum Württemberg (Moderation) statt - mit dem Titel:

Mit Design Gesellschaft gestalten

Gestaltete Dinge umgeben uns überall. Welchen Einfluss hat diese Gestaltung auf unser Zusammenleben? Das Design von Alltagsgegenständen umfasst weit mehr als das Formen von Kaufanreizen. Es spiegelt kulturelle Werte und Normen der Gesellschaft. Gegenstände können ein- oder ausgrenzen, können Handlungsspielräume eröffnen oder einschränken. Sie können Denkmuster verstärken oder in Frage stellen. Ob ein Stuhl zum Sitzen mit geradem Rücken diszipliniert, mit Formzitaten anderer Kulturen Stereotypen aufruft oder wenn er als Frauenkörper gestaltet sexuelle Klischees transportiert, hat dies Einfluss auf das gesellschaftliche Denken und Handeln.

Wie politisch ist Design?
Gestaltete Dinge umgeben uns überall. Welchen Einfluss hat diese Gestaltung auf unser Zusammenleben? Können Gegenstände ein- oder ausgrenzen?

Nach einer optionalen Führung mit der Sammlungsleiterin Dr. Irmgard Müsch um 18 h durch die Ausstellung, startete der Talk mit Friedrich von Borries um 19 h.

Nach einer Einführung und Vorstellung, gab F. v. Borries einen Einblick in seine Vorstellung von gesellschaftsprägender Gestaltung - und wie die Gestaltungsprozesse demokratischer und dadurch vielleicht auch bewusster sein können. Das Beispiel einer Jurierung eines Designpreises z.B. durch die Einreichenden, die dann eine andere Sicht auf die konkurierenden Produkte / Einreichungen ergaben. 

Diskussion gab es um den Vorschlag Prozesse neu zu gestalten, die zu mehr Demokratie im Design und Konsum führen sollen - wo es dann schnell um die Entscheidungskräfte der Märkte versus den gesellschaftlichen Werten ging. Parallel ging es um die Kontroverse wie unnötiger Konsum durch optimierte Gestaltung zu vermeiden ist, oder ob doch das neuerlich ausgeschriebene Stipendium für Nichtstun die wirksamste Aktivität wäre...

Eine Kooperation des Landesmuseums Württemberg mit dem Design Center Baden-Württemberg und dem BdK Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg

Programm der Talkreihe in der Anlage (PDF) unter:

Impressionen zur Veranstaltung

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